Version LX

PERSONEN
Kaiser


EINLEITUNG
HERKUNFT
MACHTWECHSEL
ANGST
INTRIGEN
VERWALTUNG
BRITANNIEN
ALTER & TOD
BEWERTUNG
ZITATE

zurück zur
iulisch-claudischen Dynastie

zurück zum
Kaiserindex

zurück zur Übersicht
Personen

zurück zum Index

Tiberius Claudius Nero Germanicus

* 1. August 10 v.Chr. in Lugdunum
+ 13. Oktober 54 n.Chr. in Rom
Kaiser vom 24. Jänner 41 bis 13. Oktober 54

Einleitung

Claudius war der erste Kaiser, bei dessen Inthronisation die Prätorianergarde ein gewichtiges Wort mitzureden gehabt hatte. Der Unterschied späteren Eingriffen der Garde bestand jedoch darin, dass die Truppen nicht einen von mehreren Kandidaten präferierten, sondern in diesem Fall die Existenz des Prinzipats gegen republikanische Tendenzen sichern wollten.

Claudius als Person wird von Sueton als hochgewachsen, aber nicht schlank beschrieben. Seine angenehmen Gesichtszüge fügten sich zu vollem weissen Haar. Damit hatte sich aber schon mit dem positiven Äusseren. Wenn er lief, so sollen seine Knie deutlich nachgegeben haben und weiters deutlich hässliche Züge an seinem Körper offenbar geworden sein.

Wenn er zornig war, so tropfte ihm die Nase und sein Mund schäumte. Gleichzeitig begann er zu stottern und sein Kopf zu zittern. Ausserdem litt er zeitlebens an starken Magenschmerzen, die ihn manchmal an Selbstmord denken liessen. Die überlieferten Symptome lassen auf eine spastische Paralyse schliessen; man hat sie jedoch auch mit Kinderlähmung, Hirnhautentzündung, multipler Sklerose oder angeborener Gehirnerweichung in Verbindung gebracht.

Claudius war einer der wenigen römischen Herrscher die ausschliesslich heterosexuell waren. Sexuelle Eskapaden sind nach seinem Regierungsantritt keine mehr überliefert. Allerdings kannte er ein anderes Laster. Er konnte einen riesigen Appetit entwickeln und galt als Feinschmecker. Nachts schlief er sehr schlecht, was dazu führte, dass er tagsüber des öfteren einnickte.

Die erhaltenen Bildnisse in Form von Gemmen und Statuen zeigen Claudius durchaus mit realistischen Gesichtszügen. Seine Behinderungen zeigten sich wohl hauptsächlich bei Bewegung und im Erregungszustand. So strahlen die Portraits eine würdige Pose aus. Nur bei den Ganzkörperportraits dürften die Bildhauer wirklich kräftig in die Trickkiste gegriffen haben.

Bei seinem Amtsantritt war Claudius mit seinem 50 Jahren für römische Verhältnisse bereits alt. Dennoch bescherte er dem Imperium nicht nur die erste wirkliche Gebietserweiterung sondern auch die einschneidendsten Reformen seit Augustus.

Portraitbüste
des
Kaisers Claudius


Quellen: C.Scarre "Die römischen Kaiser", M.Grant "Die römischen Kaiser", O.Veh "Lexikon der römischen Kaiser"

 

Sie wollen Fragen stellen, Anregungen liefern oder sich beschweren?
Dann klicken Sie auf meine Kontaktseite!

(PL)